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BLANC & FISCHER FAMILIENHOLDING
Nachhaltigkeitsbericht 2022

Über uns

Pioniergeist als Wachstums­treiber

Am Anfang der fast hundertjährigen Unternehmensgeschichte der BLANC & FISCHER Familienholding stand eine Idee: Die Gründer Heinrich Blanc und Karl Fischer wollten die Arbeit in der Küche einfacher, komfortabler und sicherer machen.

Fischer wurde zum „Pionier der Elektrowärme im Haushalt“, wie die Unternehmenschronik stolz vermerkt. Blanc, ein findiger Unternehmer mit Gespür für die richtigen Ideen, erkannte früh die Vorteile von Stahl in der Küche: Er ist widerstandsfähig, antibakteriell, pflegeleicht. Beide Innovationen wurden Ausgangspunkt der weltweiten Expansion.

NUTZEN STIFTEN

Was beide Unternehmen einte, war die Idee, mit ihren Produkten Nutzen zu stiften. Die Frage, wie das Kochen und Spülen komfortabler gestaltet werden können, wird zum Treiber der Innovationen der E.G.O.- und der BLANCO-Gruppe. Bahnbrechende Entwicklungen werden zur Grundlage des Erfolges: etwa die EGO Automatikkochplatte von 1961, die die Temperatur selbsttätig und energiesparend regelt. Oder der EGO Strahlungsheizkörper mit integriertem Temperaturregler für die Beheizung der neuen Glaskeramik-Kochflächen von 1977. Später standen bei der E.G.O.-Gruppe neue Technologien wie Induktionskochfelder im Fokus.

Bei BLANCO war es die Weiterentwicklung der Spüle, die zu stetigem Wachstum führte. Hin zu einem intelligenten, multifunktionalen Arbeitsplatz in der Küche mit neuen Design- und Produktideen, die auch ganz schön Farbe in die Küchenwelt brachten: Anfang der 1980er Jahre ermöglichten es neuartige Verbundwerkstoffe, Spülen in vielerlei Farben zu vermarkten. Später entwarf BLANCO beispielsweise Lösungen für die Trennung von Küchenabfällen.

WELTWEIT GEFRAGTE PRODUKTE

Die neuen, nutzerfreundlichen Produkte wurden Verkaufsschlager, die nicht mehr nur in Deutschland gefragt waren. Die Expansion von BLANCO und E.G.O. in andere Länder begann in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Erste Auslandsniederlassungen der E.G.O.-Gruppe wurden gegründet: 1960 Italien, 1962 Frankreich, 1968 Österreich und Jugoslawien, 1972 Griechenland, 1975 Schweiz, 1979 Südafrika, 1980 USA. Das starke Wachstum von E.G.O. spiegelte sich auch in der Mitarbeiterzahl wider: Diese stieg von ca. 3.200 E.G.O.- Mitarbeitern Anfang der 1960er Jahre auf 6.300 im Jahr 1973. Parallel dazu expandierte BLANCO ebenfalls. Nachdem 1968 in Holland die erste Auslandsniederlassung gegründet worden war, folgten Anfang der 1970er Jahre weitere Standorte in Belgien (1970), Österreich (1971), der Schweiz (1972) sowie ein Jahr später in Frankreich. BLANCO beschäftigte zu der Zeit ca. 2.000 Mitarbeiter und war größter Hersteller von Edelstahl- Spültischen.

„WENN ES HART WIRD, ERST RECHT ZUSAMMENSTEHEN!“

So hat es Karl Fischer einmal formuliert und spielte damit auf die Auswirkungen der Ölkrise 1973 an, die auch BLANCO und E.G.O. erfasste: Es kam zu Umsatzrückgängen, Kurzarbeit und Entlassungen. Von über 6.000 Mitarbeitern der E.G.O. im Jahr 1973 blieben zwei Jahre später nur noch rund 4.000 übrig. Schlimmer traf es BLANCO: Die Belegschaft halbierte sich auf weniger als 1.000 Mitarbeiter. Die Umsatzrückgänge waren existenzgefährdend. Hilfe kam aus der Unternehmensfamilie: Die Keimzelle der späteren BLANC & FISCHER Familienholding. Diese umfasst mit ihren Unternehmensgruppen heute 55 Standorte in 24 Ländern. Weiteres Wachstum im Asien-Pazifik-Raum und in Nordamerika ist geplant.

ERFOLGSFAKTOR INNOVATION

Das frühe Wachstum der 1960er und 70er Jahre wäre ohne bahnbrechende Innovationen nicht denkbar gewesen. Das wusste auch Unternehmensgründer Karl Fischer: „Ohne Innovation kein technischer Fortschritt. Ohne technischen Fortschritt keine Weiterentwicklung. Ohne Weiterentwicklung kein Wachstum. Innovationen auf den verschiedensten Gebieten sind die Triebkraft unseres Unternehmens.“

So stehen die Unternehmen der BLANC & FISCHER Familienholding seit fast 100 Jahren für Innovationen rund um die Küche. Dabei ist das Innovationspotenzial bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Dem Aufbau zusätzlicher Entwicklungskompetenzen – in den Entwicklungszentren in Oberderdingen, Deutschland, aber auch an den Standorten der Unternehmensgruppen der BLANC & FISCHER Familienholding in weiteren Ländern – kommt daher entscheidende Bedeutung zu. Ziel ist es, Markttrends noch schneller in Innovationen und marktfähige Produkte umzusetzen. Aber auch die unterschiedlichen Ess- und Lebensgewohnheiten will man künftig mittels stärker regionalisierter Produkte noch besser bedienen.

NEUE PERSPEKTIVEN FÜR MEHR INNOVATION

Oft ist es ein Wechsel der Blickrichtung, der zu neuen Lösungen führt. Beispielsweise leitete die Entwickler für ATOLL die Fragestellung, was beim Kochen am wichtigsten ist. Die überraschende Einsicht: kein neues technisches Feature, sondern Gesellschaft beim Kochen! Aus dieser Erkenntnis wurde eine Weltneuheit entwickelt: Ein Esstisch, an dem dank integrierter Induktionstechnologie sowohl gegessen als auch gekocht werden kann.

Auch das Thema Nachhaltigkeit hat enormes Innovationspotenzial, denn es erfordert einen Perspektivwechsel bei der Produktentwicklung. Nicht neue Produkteigenschaften stehen dabei im Vordergrund, sondern die ressourcenschonende Herstellung und Nutzung entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Die Entwickler arbeiten hier beispielsweise mit dem 3R-Prinzip: reuse, repair, recycle heißt die Devise – weg von der klassischen Verbrauchs- hin zur Kreislaufwirtschaft. Produkte, hergestellt ohne Verbrauch endlicher Ressourcen und ohne Abfälle.

NACHHALTIGER KUNDENNUTZEN

Auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit sind die Unternehmensgruppen der BLANC & FISCHER Familienholding Pioniere – mit Tradition: Schon früh gaben sich BLANCO und E.G.O. Umweltleitlinien, die den Schutz und die Erhaltung der Umwelt als integralen Bestandteil der Unternehmenspolitik festschrieben. Dies erfolgte im Bewusstsein, dass ohne konsequente Berücksichtigung ökologischer Erfordernisse der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens auf Dauer nicht gesichert werden kann.

Von den nachhaltigen Innovationen der Unternehmensgruppen der BLANC & FISCHER Familienholding profitieren auch die Kunden: etwa durch Senkung des Energieverbrauchs bei der Nutzung der Produkte, durch höhere Lebensdauer und bessere Reparierbarkeit und Entsorgung. So schließt sich der Kreis von der Unternehmensgründung bis heute: Nutzenstiftende Innovationen werden auch in Zukunft der Treiber von Innovation und Wachstum der Unternehmen der BLANC & FISCHER Familienholding sein.

EXPANSION DURCH DIVERSIFIKATION

Neben der Expansion in weitere Länder und der Erschließung neuer Absatzmärkte mit bestehenden Produkten erweitern die Unternehmensgruppen der BLANC & FISCHER Familienholding gezielt ihr Produktportfolio, um zusätzliches Wachstum zu generieren:

AUS DEM GESCHÄFT MIT GERÄTEN FÜR GROSSKÜCHEN FÜR INDUSTRIE UND CATERING ENTSTEHT 2007 EINE EIGENSTÄNDIGE UNTERNEHMENSGRUPPE, DIE HEUTIGE B.PRO.

DIESE ÜBERNIMMT 2012 DAS UNTERNEHMEN KUGEL EDELSTAHLVERARBEITUNG GMBH, DAS SICH AUF SYSTEMLÖSUNGEN FÜR BORDKÜCHEN UND WASCHBECKEN FÜR MEDIZINISCHE EINRICHTUNGEN SPEZIALISIERT HAT. 2021 WIRD KUGEL VON DER BLANC & FISCHER FAMILIENHOLDING ÜBERNOMMEN.

MIT DER ÜBERNAHME VON ARPA WIRD 2011 EINER DER FÜHRENDEN EUROPÄISCHEN ORIGINALGERÄTEHERSTELLER FÜR HERDE UND EINBAUKOCHFELDER TEIL DER FAMILIENHOLDING.

2013 WIRD IN DEN BEREICH KOCHEN MIT GAS EXPANDIERT: DURCH ÜBERNAHME DES ITALIENISCHEN HERSTELLERS VON GASKOMPONENTEN DEFENDI ERFOLGT EINE WEITERE VERBREITERUNG DES PRODUKTPORTFOLIOS. 2021 GEHT DEFENDI IN DER E.G.O.-GRUPPE AUF.

JÜNGSTER SPROSS DER FAMILIENHOLDING IST DAS 2022 GEGRÜNDETE START-UP ATOLL MIT EINEM INNOVATIVEN GESCHÄFTSMODELL: ES VERTREIBT EINEN ESSTISCH MIT HOCHWERTIGER INDUKTIONSTECHNOLOGIE UND EINE MODULARE OUTDOOR-KÜCHE MIT INDUKTION.

INTELLIGENTER, SMARTER, VERNETZTER: DIE KÜCHE DER ZUKUNFT ENTWICKELT SICH – AUCH BESCHLEUNIGT DURCH DIE PANDEMIE – IMMER MEHR VOM FUNKTIONS- ZUM LEBENSRAUM. DARIN STECKT ENORMES INNOVATIONSPOTENZIAL, DAS DIE BLANC & FISCHER FAMILIENHOLDING MIT IHREN UNTERNEHMENSGRUPPEN KONSEQUENT AUSSCHÖPFEN WILL – WEITERE EXPANSION VORPROGRAMMIERT.

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