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BLANC & FISCHER FAMILIENHOLDING
Nachhaltigkeitsbericht 2022

Performance

Grenzenlos

NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN ENDET NICHT AN UNTERNEHMENSGRENZEN: ES UMFASST AUCH DAS HANDELN ALLER MITTELBAREN UND UNMITTELBAREN ZULIEFERER, VON DER GEWINNUNG DER ROHSTOFFE BIS ZU DER LIEFERUNG AN DEN KUNDEN.

Nachhaltige Lieferketten tangieren alle drei Bereiche der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen: Wirtschaft, Umwelt und Soziales. Das beinhaltet im Bereich Wirtschaft die Einhaltung der geltenden Compliance-Regeln entlang der gesamten Lieferkette, aber auch den Aufbau einer resilienten Beschaffungsorganisation.

Dieser Aspekt hat nicht zuletzt durch die Verwerfungen der Pandemie besondere Bedeutung bekommen und ist durch den Krieg in der Ukraine aktueller denn je. Im Handlungsfeld Umweltschutz geht es vor allem um den Beitrag zur Einhaltung der globalen Klimaziele sowie den Umstieg auf regenerative Rohstoffe. Im Bereich Soziales stehen insbesondere die Arbeitsbedingungen bei den Zulieferern im Fokus.

Bei den Unternehmen der BLANC & FISCHER Familienholding ist die Gestaltung einer transparenten, partnerschaftlichen und verantwortungsvollen globalen Lieferkette einer der zentralen zehn Themenbereiche des Nachhaltigkeitsmanagements. Die Verantwortung dafür, die definierten Handlungsfelder fest im Beschaffungsprozess zu verankern, liegt federführend im Fachbereich Corporate Purchasing (Einkauf) der Unternehmensgruppe BLANC & FISCHER Corporate Services.

Gemeinsam mit Lieferanten und Partnern und in enger Abstimmung mit den internen Schnittstellen sollen faire Arbeitsbedingungen, Umweltfreundlichkeit und Qualität entlang der gesamten Lieferkette sichergestellt werden. Dabei ist die Vorgehensweise nicht neu. „Aber neu ist, dass wir ein entsprechendes Reporting aufbauen und die Daten transparenter werden“, berichtet Stefan Mengler, Managing Director/ Head of Corporate Purchasing bei der BLANC & FISCHER Corporate Services. Die Nachhaltigkeitsanforderungen gelten für alle Lieferanten der mit der BLANC & FISCHER Familienholding verbundenen Unternehmen.

Ausdehnungssysteme für E.G.O. Thermostate

Ausdehnungssysteme (Temperaturfühler) für E.G.O. Thermostate

RESPONSIBLE SOURCING

Die gezielte Auswahl von Lieferanten sowie Materialien und Rohstoffen ist ein wesentlicher Hebel einer verantwortungsbewussten Beschaffungspolitik. „Kritische“ Rohstoffe und Materialien müssen identifiziert und, wo immer möglich, eingespart oder ersetzt werden. „Kritisch“ bezieht sich dabei sowohl auf die natürliche Knappheit von Ressourcen als auch auf die Umstände ihrer Gewinnung. Gemeinsam mit den Lieferanten und Partnern müssen beispielsweise Verfügbarkeiten und Ersatzstoffe geprüft oder eine mögliche Wiederverwendung erprobt werden.

Die Auswahl der Lieferanten selbst erfolgt bei der BLANC & FISCHER Corporate Services durch einen Qualifizierungsprozess, in dem auch Aspekte von Nachhaltigkeit überprüft werden, das sogenannte Supplier onboarding*. Gegenwärtig arbeitet eine Projektgruppe diesbezüglich an der Erweiterung des Auditumfanges um spezielle Sozial- und Umweltaspekte. Die Umsetzung der Anforderungen erfolgt dann partnerschaftlich mit den Lieferanten und Geschäftspartnern.
*Im Supplier onboarding werden neben Nachhaltigkeit auch Aspekte wie Zertifizierungen, Qualität, Logistik und Kosten betrachtet. Derzeit steht auch die Sanktionslistenprüfung im Mittelpunkt.
Logistikzentrum der BLANCO Logistik GmbH in Bruchsal

Logistikzentrum der BLANCO Logistik GmbH in Bruchsal, Bereich Set-Verpackung (Verpacken von Spülen) zum Komplettpaket

WAHRNEHMUNG UNTERNEHMERISCHER SORGFALTSPFLICHT

In den Unternehmen der BLANC & FISCHER Familienholding werden schon heute die ökologischen und sozialen Bedingungen bei den Lieferanten überprüft. Damit ist der Konzern gut aufgestellt, wenn 2023 das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft tritt, das deutschen Unternehmen Sorgfaltspflichten im Hinblick auf die Einhaltung von Menschenrechten durch ihre ausländischen Lieferanten vorschreibt.

Umwelt-, Compliance- und Sozialstandards haben die Unternehmensgruppen der BLANC & FISCHER Familienholding im Code of Conduct für Lieferanten definiert. Alle Zulieferer müssen sich zur Einhaltung dieser Standards verpflichten. Das bedeutet für die Lieferanten auch, diese wiederum bei ihren eigenen Unterauftragnehmern einzufordern und nachzuhalten. Der Code of Conduct findet grundsätzlich Anwendung bei sämtlichen Lieferanten der Unternehmensgruppen der BLANC & FISCHER Familienholding und ist in allen Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten.

VON DER KETTE ZUR SCHLEIFE

Mit den Maßnahmen im Bereich der Lieferkette unterstützen die Unternehmen der BLANC & FISCHER Familienholding die Erfüllung der UN-Nachhaltigkeitsziele 08 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum), 09 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) und 12 (Nachhaltiger Konsum und Produktion).

Zur Erreichung der Ziele müssen die gegenwärtigen Maßnahmen allerdings weitergedacht werden. Denn in den Dimensionen der Kreislaufwirtschaft endet die Lieferkette nicht beim Kunden. Daran wird derzeit in Referenzprojekten in den Unternehmensgruppen gearbeitet. Damit die Kette zur Schleife wird.

3P BEREICH PLANET
THEMENSCHWERPUNKT LIEFERKETTE

 

SDGS:

08 – MENSCHENWÜRDIGE ARBEIT UND WIRTSCHAFTSWACHSTUM

09 – INDUSTRIE, INNOVATION UND INFRASTRUKTUR 

12 – NACHHALTIGER KONSUM UND PRODUKTION

STEFAN MENGLER, MANAGING DIRECTOR / HEAD OF CORPORATE PURCHASING, IST VERANTWORTLICH FÜR EIN GLOBALES NETZWERK VON INGESAMT 60 MITARBEITERN IN 12 LÄNDERN.
Managing Director Stefan Mengler

WIE KÖNNEN SIE SICHERSTELLEN, DASS DIE NACHHALTIGEN PRINZIPIEN AUF DIE GESAMTE LIEFERKETTE ANWENDUNG FINDEN?

„Zum einen: Das geht nur partnerschaftlich und gemeinsam mit den Lieferanten. Diese verfügen über das erforderliche interne Wissen, ohne das es nicht geht. Und sie müssen die Einhaltung der Nachhaltigkeitsstandards auch bei ihren eigenen Zulieferern durchsetzen.
Zum anderen: Schon bei der Auswahl der Lieferanten ist Nachhaltigkeit für uns ein Thema. Deshalb haben wir unser Supplier onboarding eingeführt. Der Rest ist dann regelmäßige Überprüfung. Wir bleiben mit unseren Lieferanten in einem ständigen Austausch.“

WIE GEHEN SIE MIT DEN INDIVIDUELLEN ANFORDERUNGEN DER UNTERSCHIEDLICHEN UNTERNEHMENSGRUPPEN UM?

„Jede Unternehmensgruppe hat natürlich ihre Besonderheiten und ihr spezifisches Geschäftsmodell. So ist die Wertschöpfungstiefe bei E.G.O. eine ganz andere als bei BLANCO. Da gilt es, ein paar Aspekte anders zu betrachten. Aber im Grundsatz sind die Inhalte gleich: Im strategischen Bereich gilt es z.B. die Märkte zu analysieren, Lieferanten zu qualifizieren oder Kostensenkungspotenziale zu finden, also am Ende eine Warengruppenstrategie zu definieren und umzusetzen. Aber auch operative Themen stehen bei allen Unternehmensgruppen auf der Agenda, wie Versorgungsengpässe zu beheben, Verträge abzuschließen und natürlich Preise zu verhandeln.“

WAS AN IHRER ARBEIT MACHT IHNEN AM MEISTEN SPASS?

„Einerseits sind das die vielen internen Schnittstellen, die wir in unserem Aufgabenbereich haben. Da geht es von der Entwicklung über das Supply Chain Management bis hin zu Vertrieb, Qualität und Finanzen. Andererseits stehen wir in Kontakt mit vielen Menschen von unterschiedlichen Industrien, Organisationen und aus zahlreichen Ländern. Das macht schon sehr viel Spaß!“

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